Wikipedia ist nicht nur eine äußerst erfolgreiche Online-Enzyklopädie, sondern auch ein bemerkenswertes Beispiel kollektiver Selbstorganisation. Mit einem Minimum zentraler Steuerung hat sich in nur kurzer Zeit ein hochdynamisches und komplexes Ordnungssystem entwickelt, das mit herkömmlichen Begriffen von Recht und Ordnung nur schwer zu fassen ist. Dieser Beitrag nimmt das Phänomen anhand exemplarischer Konflikte und aktueller Fälle genauer unter die Lupe und fragt: Wie entstehen Normen auf Wikipedia? Wie werden Sie durchgesetzt? Unter welchen besonderen Bedingungen hat sich „Wiki-Governance“ entwickelt und vor welchen Herausforderungen steht das System in Zukunft? Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge ist nicht nur wissenschaftlich, sondern auch praktisch relevant, z.B. mit Blick auf die Ausgestaltung von staatlichem Rechtsschutz oder Forenhaftung auf kollaborativen Plattformen. http://programm.re-publica.de/2008/events/197.de.html
